Die Idee der Wirtschaftsjunioren Fürth: 1000 BÜRGER SEHEN IHRE STADT
1000 Fürther Bürger fotografierten mit einer Camera Obscura ihre Stadt und Wohnumgebung, schöne Gebäude, Straßenzüge und Parks von Fürth.
Die Wirtschaftsjunioren Fürth wollten mit dieser Idee einen sehenswerten Beitrag zu den Fest- und Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Stadtjubiläum von Fürth leisten und haben hierfür 1000 Cameras Obscura ausgegeben.
Die von der Jury gewählten drei Preisträger spiegeln die große Bandbreite der entstandenen Aufnahmen wider.

M A R K T P L A T Z / G A U K L E R B R U N N E N
1. Platz
C O R N E L I A W I L D E
M A R K T P L A T Z / G A U K L E R B R U N N E N
Der erste Preis zeigt ein Motiv des Grünen Marktes, dessen wiederholtes Auftauchen als Bildthema seine große Beliebtheit belegt. Cornelia Wilde hat es mit ihrer Aufnahme geschafft, einen spannungsgeladenen und effektvollen Blickwinkel wiederzugeben, in dem sie eine gelungene Verbindung von historischen und neuen Elementen herstellt. Die im Vordergrund befindliche, optisch stark vergrößerte Figur des Gauklerbrunnens leitet den Blick des Betrachters ins Bild hinein zu der Häuserzeile auf der rechten Seite, die ihn wiederum zum Kirchturm weitergeführt. Dadurch, wie auch durch den Kontrast der nahansichtigen Figur im Vordergrund als Element der Moderne mit den fast fi ligran erscheinenden historischen Architekturen im Hintergrund wird eine dynamische Wirkung erzielt.

B E A C H V O L L E Y B A L L / F R E I H E I T
2. Platz
B A R B A R A R Ö K
B E A C H V O L L E Y B A L L / F R E I H E I T
Der zweite Preis von Barbara Rök zeigt das Motiv des Beachvolleyball-Turniers auf der Fürther Freiheit und ist damit ein Beispiel für einen weiteren vertretenen Themenkomplex, der für viele Fürther einen hohen Stellenwert zu haben scheint. Es sind die vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, die viel zur Lebendigkeit der Stadt beitrugen und von großer Begeisterung begleitet wurden – kurz: die Fürth für viele noch lebenswerter machen. Die zeitliche Einordnung des Motives wird durch das nur schemenhaft erkennbare Hauptmotiv mit seinen Protagonisten auf dem Spielfeld beinahe unmöglich.

„ A L T L A S T E N “ - P S Y C H O S E
3. Platz
J O A C H I M S C H N E I D E R
„ A L T L A S T E N “ – P S Y C H O S E
Den dritten Preis verlieh die Jury an ein auch optisch aus dem Rahmen fallendes Motiv, das eine starke inhaltliche Komponente aufweist. Zu sehen ist ein zusammengefügter und aufwändig fotografierter Text, der sich auf ein in Fürth häufi g anzutreffendes Problem bezieht. Durch den hohen Anteil an historischer Bausubstanz kommt es immer wieder zu Interessenkonfl ikten zwischen Denkmalschutzbehörde und den wirtschaftlichen Möglichkeiten der privaten Eigentümer. Joachim Schneider nutzte hier das Forum der Ausstellung, um auf dieses Problemfeld aufmerksam zu machen.

„D U L L N - D E C K E L“
Publikumspreis
R E N A T E K U T Z B E R G E R
„D U L L N – D E C K E L“
Auch die Besucher der Ausstellung hatten die Möglichkeit, ein Bild zu prämieren. Die Wahl fiel auf Renate Kutzbergers Fotografie eines Fürther Gullideckels mit dem Emblem des Kleeblatts und dem launigen Titel „Dulln-Deckel“. Dieses Bild steht für die vielen Beispiele, die den Bildtitel nicht nur als Identifikationshilfe für das Motiv sahen, sondern ihm einen individuellen
und stellenweise humorvollen Charakter – hier durch die mundartliche Färbung – verliehen.